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Erbschaftsteuer: SPD-Vorstoß mit fatalen Folgen

Die SPD schlägt vor, die Erbschaftsteuer zu verschärfen und bestehende Verschonungsregeln einzuschränken. Ziel ist eine höhere Belastung größerer Vermögen. Diese Regeln sind jedoch entscheidend, um Unternehmensnachfolgen im Mittelstand zu ermöglichen. Gerade im Handwerk und bei familiengeführten Betrieben würde eine höhere Erbschaftsteuer die Übergabe massiv erschweren. Problematisch ist zudem der diskutierte Freibetrag von rund einer Million Euro für private Wohnimmobilien. In Regionen mit hohen Immobilienpreisen wie dem Oberland kann das bedeuten, dass Kinder das elterliche Wohnhaus zwar erben, die anfallende Steuerlast aber nicht finanzieren können. Im schlimmsten Fall müssten Familien ihr Elternhaus verkaufen. Vermögen steckt in Immobilien, Betrieben und Arbeitsplätzen – nicht in Liquidität. Wer Übergaben verteuert, gefährdet Existenzen. Deshalb lehnen wir diesen Vorstoß ab und setzen auf Planungssicherheit.