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Führerschein: Bundestag votiert für Vereinfachungen

Am Donnerstag haben wir im Bundestag einen Beschluss gefasst, der viele junge Menschen freuen und finanziell entlasten wird: Wir haben die Ausbildung zum Erwerb des Führerscheins erheblich vereinfacht. Das beginnt schon beim theoretischen Unterricht, der nicht mehr zwingend in den Räumen einer Fahrschule stattfinden muss. Fahrschüler können sich den Stoff vollständig digital aneignen (z.B. per App oder Lernplattform) und sich eigenständig zur Prüfung anmelden. Vereinfacht wird auch die Theorieprüfung: Der Fragenkatalog wird um knapp 30 Prozent auf rund 840 Fragen reduziert, zudem wird das Bewertungssystem vereinfacht, denn jede Frage zählt künftig nur noch einen Fehlerpunkt. Auch die starre Vorgabe von bisher zwölf verpflichtenden Sonderfahrten (Nacht-, Autobahn- und Überlandfahrten) wird gestrichen. Künftig sollen Fahrlehrer flexibel und je nach individuellem Können des Schülers entscheiden, wie viele Fahrstunden notwendig sind. Und: Im Rahmen eines fünfjährigen Modellversuchs dürfen Fahrschüler künftig nach bestandener Theorieprüfung und sechs praktischen Fahrstunden zusätzliche Fahrpraxis im öffentlichen Straßenverkehr mit einer nahestehenden Person (z.B. Eltern, Großeltern) sammeln, wenn diese vorab eine theoretische und praktische Einweisung in der Fahrschule absolviert hat. Wir rechnen damit, dass durch diese Vereinfachungen der Erwerb des Führerscheins um bis zu 1.000 Euro günstiger wird.