Alexander Radwan Mitglied des europäischen Parlaments
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Brüssel,04. November 2008

Werner Langen (CDU) und Alexander Radwan (CSU):                                                     

 

Juncker soll als Präsident der Eurogruppe zum Finanzgipfel

nach Washington

 

Die heute bekannt gewordene Entscheidung der US-Regierung, den Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nicht zum Weltfinanz-Gipfel nach Washington einzuladen, ist auf Protest im Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments gestoßen. "Bisher hat vor allem der Euro als Stabilitätsanker für die Währungsunion die Europäische Union vor schlimmeren Folgen der Finanzkrise bewahrt. Es ist deshalb unverständlich und kontraproduktiv, wenn ausgerechnet der Chef der Eurogruppe an den Verhandlungen über die notwendige Stabilisierung der Weltfinanzmärkte nicht beteiligt wird", kritisierten der Vorsitzende der CDU/CDU-Gruppe im Europäischen Parlament, Werner Langen, und der wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-ED-Fraktion, Alexander Radwan, heute in Brüssel.

 

Die Nicht-Einladung Junckers sei umso weniger nachvollziehbar, als dass offenbar auf Intervention des französischen Staatspräsidenten nun auch Spanien und die Tschechische Republik als kommende EU-Ratspräsidentschaft an der Konferenz in Washington teilnehmen werden. "Gegen die Teilnahme dieser beiden Staaten ist im Grundsatz nichts einzuwenden. Allerdings kann dann der Chef der Eurogruppe, der die zukünftigen Maßnahmen koordinieren und nach außen hin vertreten muss, erst recht nicht einfach außen vor gelassen werden", betonten die beiden EVP-Wirtschaftspolitiker weiter.

 

Die wichtigste Lehre aus der aktuellen Finanzkrise sei, dass die nationalen Politiken auf den wichtigsten Märkten besser koordiniert werden müssen. Dazu gehöre ohne Zweifel auch die Eurozone. "Alles andere würde auf einen Affront nicht nur der Mitgliedstaaten der Eurozone, sondern der gesamten Europäischen Union hinauslaufen und legt zudem den Verdacht nahe, dass es sich hierbei um einen Versuch der Angelsachsen handelt, Eurozone und EU auseinanderzudividieren. Die Verärgerung von Jean-Claude Juncker ist deshalb mehr als verständlich", so Radwan und Langen abschließend.

 

 

Für weitere Informationen:

Büro Dr. Werner Langen, MdEP, Tel.: + 32 - 2 - 2847385

Büro Alexander Radwan, MdEP, Tel.: +49 - 80 22 - 670 446

EVP-ED-Pressestelle, Knut Gölz, Tel.: +32 - 479 - 972144


 
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