Geschichte der Europäischen Union, Teil I
(Quellennachweis: http://ec.europa.eu)
Die 1950er Jahre
- 09. Mai 1950: Der französische Außenminister Robert Schuman legt den so genannten Schuman-Plan vor; Ziel ist es, eine engere Zusammenarbeit zu schaffen. Der 09. Mai gilt bis heute als Europatag.
- 18. April 1951: Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS): Deutschland, Frankreich, Italien, Niederland, Luxemburg sowie Belgien vereinbaren - auf Grundlage des Schuman-Plans - ihre Kohl- und Stahlindustrie unter eine gemeinsame Verwaltung zu stellen und sie nicht länger zu Kriegszwecken gegenseitig zu verwenden.
- 25. März 1957: Die sechs Gründerstaaten weiten ihre Wirtschaftsbereiche weiter aus. Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge wurde ein Meilenstein europäischer Geschichte gesetzt. Aus EGKS wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Angestrebt wurde die Freizügigkeit von Personen, Waren und Dienstleistungen.
Die 1960er Jahre
- 30. Juli 1962: Beginn der Gemeinsamen Agrarpolitik. Die Landwirte der europäischen Mitgliedstaaten erhalten einheitliche Preise für ihre Erzeugnisse. Die EU erzeugt zwar genügend Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf, allerdings steigt damit auch die Überproduktion. (Erst in den 1990er Jahren wird damit begonnen, diese Überproduktion abzubauen).
- 20. Juli 1963: Das erste internationale Abkommen wird unterzeichnet. Ziel ist es, 18 ehemalige Kolonien in Afrika zu unterstützen. (Im Jahre 2005 verfügt die EU über 78 Partnerschaftsabkommen in Afrika. Voraussetzung für die Unterstützung ist jedoch die Wahrung der Menschenrechte in den Empfänerländern)
- 01. Juli 1968: Die Binnenzölle zwischen den sechs Mitgliedstaaten werden abgeschafft. Dadurch ist ein grenzüberschreitender Freihandel möglich. Auf Güter aus Drittländer entfallen nun EWG-weit einheitliche Zölle. Somit ist der Grundstein für den größten Handelsraum gelegt.
Die 1970er Jahre
- 01. Januar 1973: Mit dem Beitritt der drei Länder Irland, Dänemark sowie dem Vereinten Königreich bilden nun neun Staaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft.
- 10. Dezember 1974: Gründung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Dadurch sollen in weniger wohlhabenden Regionen u.a. Straßen errichtet und Arbeitsplätze geschaffen werden. (Später entfällt etwa ein Drittel aller EU-Ausgaben auf diesen Fonds).
- 07.-10. Juni 1979: Das Europäische Parlament wird zum ersten Mal direkt gewählt. (Vorher wurden die Abgeordneten von den nationalen Parlamenten entsandt). Die Abgeordneten gehören länderübergreifenden Fraktionen an. Der Einfluss des Europäischen Parlaments nimmt stetig zu. (Im Jahre 2008 umfasst das EP 785 Abgeordnete. Mit dem Reformvertrag soll die Zahl jedoch auf 750 reduziert werden).





