Alexander Radwan Mitglied des europäischen Parlaments
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Alexander Radwan (EVP-ED/CSU):

 

Druck bringt IAS-Board dazu sich zu bewegen

Die konkreten Anforderungen müssen aber erfüllt werden

 

"Ein positives aber überfälliges Signal" für die Entwicklung weltweit anerkannter Rechnungslegungsstandards nennt der CSU-Europaabgeordnete Alexander Radwan die beiden heute veröffentlichten Pressemitteilungen zur Bildung eines obersten Aufsichtsgremiums über die IFRS-Standards. Die IASC-Stiftung hat Überlegungen dazu angekündigt, wie ihre Organisation engere Kontakte zu öffentlichen Interessenvertretern und Aufsichtsorganen herstellen kann. EU-Kommission, japanische Finanzmarktaufsicht, der internationale Zusammenschluss der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) und die amerikanische SEC begrüßen diesen Vorschlag in einer gemeinsam veröffentlichten Stellungnahme.

 

Die Chefs der vier weltweit wichtigsten Finanzmarktaufsichtsbehörden ermutigen die IASC-Stiftung, die für die Ausarbeitung der weltweit relevanten IFRS-Rechnungslegungsstandards verantwortlich ist, zur Reform ihrer internen Organisationsverfassung. Bei dieser für 2008 vorgesehenen Satzungsänderung sollte ein neues übergeordnetes Aufsichtsgremium geschaffen werden. Die vier Aufsichtsbehörden erwarten, dass das neue Gremium dann die Arbeit des bei der Standardsetzung operativ tätigen IAS-Board beaufsichtigt, die Finanzierung der Organisation kontrolliert sowie die Auswahl und Ernennung der Stiftungs-Treuhänder vornimmt.

 

Als "richtigen und bis vor wenigen Monaten unvorstellbarer Schritt, der dank des zunehmenden Drucks auf die IASC-Stiftung erreicht wurde" nennt Radwan diese Bewegung des Boards. Der CSU-Politiker hat als zuständiger Berichterstatter Anfang Oktober seinen Berichtsentwurf zu genau diesen Fragen vorgelegt. Er kritisiert darin die bisher mangelnde Verantwortlichkeit des IAS-Boards für die gemachten Vorschläge, da die Organisation bisher auf politische Unabhängigkeit Wert legte, obwohl sie faktisch verbindliche Normen der Weltwirtschaft festlegen.

 

Ob die Vorschläge des IAS-Boards ausreichend sind um die bestehenden Probleme zu lösen, wird sich zeigen, wenn der Vorschlag mit konkreten Institutionen und Namen gefüllt wird. Dies es ist dann genau zu prüfen, ob die gestellten Kernforderungen Transparenz, Verantwortlichkeit und politische Kontrolle erfüllt werden. Daran müssen sich die gemachten Vorschläge messen lassen.

 

Für weitere Informationen:

Büro Alexander Radwan, MdEP, Tel.: +32 - 2 - 2847538


 
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