Brüssel, 27.03.2007
Alexander Radwan (EVP-ED/CSU):
Einheitlicher Europäischer Zahlungsraum wichtiger Fortschritt
für Verbraucher und Unternehmen
Positiv zur Kenntnis genommen hat der wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-ED-Fraktion, Alexander Radwan (CSU), die heutige Einigung im EU-Finanzministerrat über die Schaffung eines Einheitlichen Europäischen Zahlungsraums (SEPA) in der EU: "Diese Einigung war überfällig, denn sie ist nicht nur ein wichtiges Signal für die seit langem notwendige Integration der europäischen Finanzmärkte, sondern auch ein erheblicher Fortschritt für alle Bankkunden in der Europäischen Union", sagte Radwan in einer ersten Reaktion in Brüssel.
Es sei schon seit langem nicht mehr vermittelbar gewesen, warum in einem funktionierenden EU-Binnenmarkt keine grenzüberschreitenden Daueraufträge möglich sind oder grenzüberschreitende Überweisungen einige Tage dauern müssen, so der CSU-Europaabgeordnete weiter. "Mit dem heute von den EU-Finanzministern einstimmig verabschiedeten Rechtsrahmen wird es zukünftig möglich sein, Daueraufträge im Ausland vom Inlandskonto abbuchen zu lassen, ohne ein zusätzliches Konto einrichten zu müssen. Auch die Verkürzung der Wertstellungsfrist von Auslandsüberweisungen bringt angesichts einer immer größeren Mobilität von Menschen, Waren und Dienstleistungen einen erheblichen Zusatznutzen für Verbraucher und Unternehmen", erklärte Radwan.
Durch diese Einigung habe der Rat dazu beigetragen, eine drohende Verzögerung von SEPA um mindestens ein Jahr zu vermeiden. "Eine ganze Reihe von Mitgliedstaaten war hier bisher als Bremser aufgetreten und hätte eine Einhaltung der im Rahmen der ersten EP-Lesung vereinbarten Umsetzungsfrist zum 1. Januar 2008 fast unmöglich gemacht". Auch der Abschluss des Legislativverfahrens in erster Lesung bleibe damit weiterhin möglich. Allerdings behalte sich das Europäische Parlament vor, den nun erzielten Kompromiss genau zu prüfen, um eventuelle Fehlentwicklungen bei SEPA notfalls korrigieren zu können.
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